Geschichte

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Terrierrassen, die ihren Ursprung in ländlichen Zuchtprogrammen haben, entstand der schwarz-lohfarbene Terrier (Black & Tan Terrier) in den urbanen Industriegebieten des nördlichen Englands. Diese Rasse wurde sowohl als Haushund als auch für die Bekämpfung von Ratten und als Kaninchenjäger eingesetzt und erlangte später aufgrund ihrer schnellen Auffassungsgabe die Anerkennung als Sportgefährte. Die glatthaarige Variante des Old English Black-and-Tan Terriers bildete die Grundlage dieser Rasse. Zur Verbesserung von Schnelligkeit und Durchsetzungsvermögen wurden sowohl der Staffordshire Terrier als auch das Italienische Windspiel eingekreuzt. Der heute als Manchester Terrier bekannte frühere Black-and-Tan Terrier ist eine alte Rasse, die bereits in historischen Romanen Erwähnung fand. Berühmt wurden diese Hunde durch ihren Einsatz in sogenannten "rat-pits", wo hohe Einsätze auf die Leistung der Terrier beim Rattentöten innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens platziert wurden. Ein Hund namens "Billy" legte eine herausragende Zeit von 100 Ratten in sechs Minuten und dreizehn Sekunden hin, während laut anderer Überlieferungen "Jacko" am 13. Mai 1862 100 Ratten in nur fünf Minuten und achtundzwanzig Sekunden tötete. Durch ihr feines Haarkleid fanden Black-and-Tan Terrier weniger Einsatz bei der Jagd auf Fuchs und Dachs; stattdessen wurden sie bevorzugt als Haushunde in städtischen Haushalten gehalten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfreuten sie sich großer Beliebtheit und wurden von ihren Züchtern aktiv auf Hundeausstellungen präsentiert. Im Jahr 1873 wurde diese anmutige Rasse erstmals unter dem Namen "Black-and-Tan Terrier" im Zuchtbuch des englischen Kennel Clubs registriert. Das Inkrafttreten des Ohren-Kupierverbots in Großbritannien gegen Ende des 19. Jahrhunderts stellte einen erheblichen Rückschlag für die Rasse dar. Viele Züchter waren mit den unterschiedlichen Größen und Haltungen der hängenden Ohren unzufrieden und stellten die Zucht sowie die Teilnahme an Ausstellungen ein. Nachdem sich der Manchester Terrier in den 1920er Jahren wieder erholt hatte, brachte der Zweite Weltkrieg erneut erhebliche Rückschläge mit sich. Aus den ursprünglich drei Manchester Terrier Clubs entwickelte sich später der "British Manchester Club" (BMTC). In Deutschland ist der Klub für Terrier e.V. (KfT), Mitglied im Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) sowie in der Fédération Cynologique Internationale (FCI), für die Zuchtbuchführung verantwortlich.

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